Rogue Hunter

Was haben wir denn hier schönes bekommen? Leonine Studios waren wieder mal spendierfreudig und haben uns Rogue Hunter zukommen lassen. Und alles, was ich mir zuerst dachte, war: Megan Fox gegen eine Löwin? Das muss eine Gurke mit Ansage werden. War es dann so? Vielleicht!

Samantha ist mit ihrem Söldner Trupp unterwegs, um eine entführte Gouverneurstochter zu befreien. Mission geglückt, mehr oder weniger, also ab nach Hause! Denkste! Natürlich geht nicht alles glatt und die Gang muss sich nicht nur gegen die Entführer, sondern auch die Natur wehren. Erst hier und da gegen so afrikatypische Dinge wie Krokos und dann selbstverständlich auch noch gegen eine Löwin. Die ist ziemlich angepisst. Warum sehen wir ganz am Anfang und danach sind wir auch angepisst, zumindest wenn man so etwas wie eine Seele hat.

Ihr seht, die Story gibt nicht viel her und ist mit „Peng Peng, geil Megan Fox, Peng Miau Ende“ eigentlich gut beschrieben.
Macht das was? Nein. Denn wider meiner anfänglichen Meinung hat mich der Streifen dann doch irgendwie abholen können und zum Großteil bei Laune gehalten.

Als alter Tierfreund war ich nach dem Intro schon schweins-lästig und wollte unbedingt sehen, wie alle von Löwen gefressen werden! Dann der Wechsel zur Söldneraction und fast hätte sich Ernüchterung eingestellt, wenn der Streifen nicht so flott weitergehen würde. Und hier liegt auch die große Stärke von Rogue: im Tempo.
Der Film weiß, dass er nicht mit Erzählung, Figuren und leider auch nicht mit Effekten glänzen kann, deswegen macht er das Einzige, das hier weiterhilft.
Er hakt einen Gang runter und drückt das Gaspedal durch. Und damit schafft es Regisseur M.J. Bassett, die Mängel geschickt zu verstecken und mich über die Laufzeit von 106 Minuten einigermaßen bei Laune zu halten.

Fast zumindest, denn ganz übersehen kann ich die Makel einfach nicht.
Allen voran das grausame CGI!!! Der Löwe ist so unfassbar hässlich animiert, dass ich gehofft hab, er frisst mich als Nächsten, damit ich dieses Elend aus einem C64 nicht länger sehen muss.
Und dann die Figuren. Die sind zwar die meiste Zeit mit schießen, sterben, laufen und gefressen werden beschäftigt, doch sobald sie den Mund öffnen, such ich schon wieder die Nala für Arme um mich meinem Schicksal als Löwenfutter hinzugeben – erfolglos.

Das hört sich jetzt durchwachsen an, ist es auch.
Rogue Hunter kann unterhalten, wenn man Bock auf seichtes Entertainment hat und sich mit hohem Tempo, viel Action und so manchen Schauwert begnügen kann. Möchte man jedoch im Ansatz so etwas wie ordentliche Charaktere, Dialoge und Effekte, ist man hier leider falsch.

Die Disc von Leonine wartet mit einigen Interviews sowie Audiokommentaren von Cast und Crew auf und hat ein Wendecover. Yes <3

Wir sagen Danke für das Reviewexemplar und Danke fürs Lesen und viel Spaß, falls ihr jetzt angetan seid und euch das Teil holt.

 


Kommentar verfassen